Ruminarium

Zurschausstellung meiner Grübeleien


Organisation einer GC-Meisterschaft: Qualifikation

[Wie alles begann]

Als ich letztes Jahr in das Abenteuer der Geocaching-Meisterschaften eintauchte, war ein Thema sofort und dauerhaft präsent – nicht nur bei uns im Team, sondern bei allen Teilnehmern. Überall hieß es: „Wir wollen Spaß haben, wir wollen so gut wie möglich sein – aber auf gar keinen Fall wollen wir gewinnen.“ Denn der Gewinner richtet traditionell das nächste Mal aus. Es ist ein Gespenst, eine Angst, die umgeht, wenn man über die Ausrichtung der Meisterschaft redet. Diese Angst ist so groß, dass 2025 gleich zwölf Teams abgesagt haben – was sie wohlgemerkt zu diesem Zeitpunkt erstmalig regelgerecht durften und deshalb nicht zu beanstanden war (eigentlich zum zweiten Mal, aber im Jahr davor wurde davon kein Gebrauch gemacht). Schließlich musste das Team mit der Platzierung Dreizehn, mussten wir, unsere Entscheidung verkünden. Eine interne Umfrage ergab zu meinem absoluten Unwillen eine knappe Mehrheit für die Ausrichtung.

Ich möchte im Folgenden gern erzählen, wie wir das darauffolgende Jahr verbrachten, was wir tun und beachten mussten und wo wir vielleicht auch falsche Entscheidungen getroffen hatten. Mir ist es ein Anliegen, diese schwer greifbare Angst vor der Ausrichtung einmal mit Fakten zu untermauern, damit in den nächsten Jahren die Teams besser wissen, woran sie sein werden. Ob der Text die Ängste weiter beflügelt oder sie mindert, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Doch letztlich kann es immer hilfreich sein, zu wissen, was auf einen zukommen könnte.

Nur eines vorneweg: Es ist mir wichtig zu betonen, dass der folgende Text keine im Team abgestimmte Sache ist. Er spiegelt lediglich meine ganz eigene Sicht der Dinge wieder. Garantiert sind neben meinen Schilderungen noch ganz viele andere Prozesse gelaufen, die ebenso wichtig oder sogar wichtiger waren als meine hier beschriebenen Punkte. Tatsächlich wird jeder von unserem Team eine andere Sicht der Dinge haben, die ebenso von eigenen Erlebnissen oder auch ganz anderen Erfahrungen geprägt sein wird.


Wir hatten nun also die Ausrichtung der Jubiläumsveranstaltung, die 20. Geocaching-Meisterschaft, an der Backe. Demokratie ist doof, wenn man unterliegt. Die Folgetage wurden hart für mich. Von allen Seiten bekam ich Nachrichten. Es waren viele Aufmunterungen und Unterstützungsangebote auf der einen Seite, aber wir wurden auf der anderen Seite auch dargestellt als würden wir uns als Retter aufspielen wollen, als ob wir absichtlich so gehandelt hätten, um das andere Berliner Team zu diskreditieren. Es war nicht leicht für mich in jenen ersten Wochen.

Doch egal, wer was wo über uns gesagt haben mag oder auch nicht gesagt haben mag, wir als Team ließen kaum Zeit vergehen und nahmen uns ziemlich schnell der Aufgabe an. Für uns war der Ansatz klar: „Legen wir die Messlatte wieder so tief wie möglich!“ Denn wir wollten auf keinen Fall, dass sich das Theater von 2025 wiederholte. Primär, so scheint es, haben die Teams eine Heidenangst, die Ausrichtung übertragen zu bekommen, weil es ein extrem großer Aufwand wäre und heißen könnte, ein Jahr kaum noch Zeit für andere Dinge zu haben. Freunde, Familie, Hobbies, nach dem, was man so hörte, müsste dies alles signifikant zurückgesteckt werden.

Wir wollten zeigen, dass man eine Geocaching-Meisterschaft ausrichten kann, die ohne bedruckte Becher, ohne Museumsbesuche und ohne DJ auskommen würde. Das soll absolut nicht als Kritik an die vorigen Ausrichter verstanden werden! Cottbus war eine großartige Veranstaltung! Aber wir wollten versuchen, die Messlatte, die in den letzten Jahren immer höher gelegt wurde, mal wieder zurückzuholen, um damit vielleicht die Angst vor Ausrichtungen etwas zu nehmen – damit gegebenenfalls zukünftig nicht zwölf Teams nacheinander diese ablehnen. Wir wollten zeigen, dass man mit zehn bis zwölf gut gestalteten Dosen ohne großes Drumherum auch einen tollen Tag veranstalten kann. Gut, im Nachhinein glaube ich, gab es doch mehr Drumherum als ich es ursprünglich gewollt hätte, aber ganz so aufwändig wie manche Vorjahre war es sicherlich nicht. Die Frage ist nun: Ist es uns gelungen, die vorherrschenden Ängste etwas abzumildern? Ich weiß es ehrlich nicht.

Intern starteten wir ganz professionell mit einem Serientermin, immer am Montagabend. Die Findungsphase. Wer machte mit, wer übernahm welche Aufgabe? Unser Team hatte Glück. Wir bekamen Verstärkung von Teilen des Berliner Gewinnerteams, das mit den Vorgängen an jenem schwarzen Tag auch nicht einverstanden war. Insbesondere XETRO hatte sich sehr ins Zeug geworfen, danke dafür. Auch MickrigerGott wurde hier und da mit verschiedenen Aufgaben betraut. Zusätzlich profitierten wir vom sensationellen Organisationstalent Geo-Link, der sich zwar zu Beginn offiziell nicht als Orga-Mitglied zählen lassen wollte, aber trotzdem das gesamte Jahr extrem hart mitarbeitete.

Ich hatte während der Meisterschaft den Posten des Team-Kapitäns inne, doch sah ich mich hier ganz klar nicht als treibende Kraft hinter der Ausrichtung und stellte dies von Anfang an klar. Das ist keine Aufgabe für jemanden wie mich. Das wurde auch allenthalber akzeptiert. So nahm sich tarozwo der Verantwortung der Orga-Hauptverantwortlichen an, mit rambii als Backup. Ich selbst brachte mich in Stellung für die Organisation der Qualifikation. Mit dieser Aufstellung konnten wir ins Rennen gehen.

Doch wo sollten wir hinrennen? Hatte jemand eine Idee, einen Ort, ein Thema? Klar war, ohne Location kein Thema. Somit lag der erste Fokus darauf, über Orte nachzusinnen, die uns gegebenenfalls aufnehmen könnten. Was war mit dem Berliner Unterwelten e.V. und seinen großartigen Lost Places? Wäre vielleicht einfach das Tempelhofer Feld eine günstige Option? Oder der Köpenicker Forst? Auch das Betriebswerk Schöneweide der Dampflokfreunde Berlin e.V. wurde angeschrieben. Und natürlich kam auch das Fort Hahneberg in die engere Auswahl, da hier bereits eine jahrelange Kooperation mit Geocachern existierte. Dort wird jedes Jahr von dem Verein Berliner & Brandenburger Geocacher e.V. das CITO „Frühjahrsputz“ zum Räumen der Wege und für kleinere Ausbesserungen veranstaltet. Außerdem stellt der dort angesiedelte Verein auch jedes Jahr ihre Tische und Bänke dem Event zur Siegerehrung des Berliner Geocache des Jahres zur Verfügung.

Machen wir es deutlich kürzer als es tatsächlich war: Der Unterwelten e.V. fiel irgendwie raus aus Gründen, die ich vergessen habe. Das Tempelhofer Feld wurde damals schon aus Gründen der geringen Schattenverfügbarkeit verworfen – im Nachhinein die weiseste Entscheidung, die wir treffen sollten -, im Forst fehlte uns bis dato noch eine gute Eventlocation, die von mir präferierten Eisenbahner meldeten sich bis heute leider gar nicht zurück, wohingegen die Freiwilligen der ASG Fort Hahneberg e.V. nicht lange zögerten und uns unkompliziert ihr Heiligtum anvertrauten.

CC-BY-SA 4.0, User: Matthias Süßen, Wikimedia Commons

Der Ort war somit gefunden und damit auch das Thema. Denn das Fort ist nicht nur ein schöner, ehemals militärisch genutzter Lost Place, sondern heute vor allem ein Hort voll seltener Pflanzen- und Tierarten, allen voran ein Rückzugsgebiet für Fledermäuse, die uns von nun an stetig folgen sollten. Es entstand ein Logo, das eine Symbiose aus Fledermaus und Fort-Umriss darstellt, ein passendes Website-Design – und eben die Rahmengeschichte.

Ich hatte schon sehr schnell die fixe Idee, dass ich über die gesamte Meisterschaft hinweg eine komplette Geschichte erzählen wollte, wie es bei den ganz großen, berühmten und vielprämierten Geocaches der Fall war. Eine Geschichte, die mit dem Indoor-Teil (der Quali) beginnen und mit dem Outdoor-Teil (der Endrunde) ihr Ende finden sollte. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, aber für mich sehr reizvoll. Die anderen hatten nach einigen Diskussionen auch nichts mehr dagegen, wenn auch lange Zweifel an diesem Vorhaben bestanden, glaube ich. Da alle anderen aber damit keinerlei Arbeit haben würden, wurde es dennoch abgenickt.

Bild mit AI-Unterstützung generiert

Parallel zum Orts- und Themenfindungsprozess liefen intern die Absprachen mit dem vorigen Ausrichter, dem Team Mystery Masters Lausitz aus Cottbus, die noch Herren und Damen über die offizielle Webseite gc-meisterschaft.de waren. Der technikaffine Teil unserer Crew schlug sich also mit Website-Hostern herum. Im Zuge der Umstellung wollten wir nicht nur die Accounts umziehen, sondern sogar den Anbieter wechseln, weg von einem übergroßen Mainstream-Hoster, hin zu einem kleinen, vertrauenswürdigeren und auch preisgünstigeren. Der ambitionierte Plan war sogar, alle früheren Webseiten der Vorgängerveranstaltungen in einer Art Archiv zu sammeln, damit man sich durch die Historie durchklicken konnte. Aber selbst das große Webarchive hatte nicht mehr genügend Informationen, weshalb dieses Vorhaben vorerst scheiterte – und nur wenig später hatten wir endgültig keine Zeit mehr dafür. Die erste Amtshandlung übrigens, nachdem wir die Macht über die offizielle Webseite und damit auch das Regelwerk erlangten, war, die Ablehnungsregel wieder zu streichen. Witzig war außerdem, dass wir im Zuge der digitalen Übergabe feststellten, dass die normalen E-Mail-Adressen wie info@ oder mail@gc-meisterschaft.de nicht mehr nutzbar sind, da diese komplett Spam-verseucht sind. So entstand dann die thematisch passende Flatterpost-Adresse.

Nachdem die Location und das Fledermausthema also feststanden, schrieb ich einen ganz groben Entwurf der heute bestehenden Story, primär um zu schauen, ob das Vorhaben als solches überhaupt funktionieren könnte. Das war insofern nützlich, als dass wir auch für mögliche Rätsel einen groben thematischen Rahmen setzen konnten. Es wäre dann beispielsweise schwierig gewesen, eine Programmieraufgabe in die Zeit des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts zu setzen, die Zeit nach der Eröffnung des Forts, in der die Geschichte der Qualifikation angesiedelt sein würde.

Nun ging es ans Eingemachte. Immer mehr Informationen sammelten sich an, die wir nun für uns acht bis zehn Organisatoren an einer zentralen Stelle verwalten mussten. Zu diesem Zweck installierte ich ein klassisches Forum, was ich immernoch als sinnvolle Idee erachte, sich aber nicht durchgesetzte. Geo-Link hingegen legte ein Miro-Board an, das bis zum Schluss der Dreh- und Angelpunkt sein sollte, und auf dem im Laufe der Zeit immer mehr Notizzettel, Texte, Tabellen, Bilder, Umfragen und was weiß ich nicht alles entstanden. Das wurde tatsächlich irgendwann sehr unübersichtlich und so lösten wir uns als Softwareentwickler-Gruppe (komme ich gleich zu) schnell heraus und etablierten ein eigenes Board. Nach der Quali verschoben wir vom Hauptboard auch schnell vieles ins Archiv, um wieder genug Übersicht für die Endrunde zu bekommen.

Zwei Dinge waren für die Quali nun entscheidend: Was wollten wir als technische Plattform nutzen und was für Inhalte, sprich Rätsel, sollten dort präsentiert werden? Insgesamt blieb uns im Prinzip recht wenig Zeit. Ich kann es nicht mehr genau nachvollziehen, doch ich denke, bis wir überhaupt über Thema und Ort Klarheit hatten, war es bereits September oder Oktober. Wir rechneten im internen Zeitplan, dass die ersten Betatests allerspätestens in der zweiten Januarwoche stattfinden müssten, um die Veranstaltung für den Februar realistisch abhalten zu können. Das wiederum bedeutete, dass die Rätsel Anfang Dezember im Groben stehen müssten, und vor den Weihnachtsferien, in denen naturgemäß die Wenigsten irgendetwas beisteuern würden, die technische Plattform zumindest spielbereit sein sollte. Das ist weniger Zeit, als man glauben mag.

Zuerst hatten wir die Plattform Moodle im Visier. Dies wurde bereits von den Cottbusern verwendet und es ergab durchaus Sinn, dieses bereits bewährte Vorgehen beizubehalten. Moodle ist ein Tool, das sich während der Corona-Zeit als zuverlässige Test- und Klausurumgebung für Schulen etabliert hatte, mit Ansichten für Lehrende als auch für die Schüler. Die Qualifikation ist ja im Grunde nichts anderes: Wir sind quasi die Lehrer, die den Teilnehmern, den Schülern, Aufgaben stellten, die diese über die Plattform einreichen konnten. Das System ist stabil und vielgenutzt. Doch schnell stellte sich heraus, dass unsere ersten Rätselideen nicht so einfach mit Moodles Ansatz „Gib einen Text vor und tippe die Antwort in jenes Feld ein“ umzusetzen waren. Klar, man hätte für einzelne Sachen eine spezielle Internetseite programmieren und verlinken können oder vielleicht hätte es irgendwo auch ein passendes Moodle-Plugin gegeben, doch am Ende wurde uns das dann doch zu fragil und auch uneinheitlich. Wir schauten einmal über den Tellerrand hinaus.

Wir erinnerten uns an stefanthebass. Seines Zeichens das technische Mastermind hinter so großartigen Online-Mysteries wie Amnesie (GC8YEYQ), The Wind Cries Mary (GC9WW40), Jockel und Klaus (GCAGDXW) und dem neuen Outdoor-Spaß Cachepoly (GCB2Z0J). Er sich dafür bereits eine ganz eigene Plattform programmiert, die auch durch die Hände zahlloser Geocacher gegangen ist und damit eine großartige Stabilität erreicht hatte. Wir fragten bei ihm an, ob wir sein System nutzen könnten. Er willigte ein, machte aber die Einschränkung, dass er eigentlich nur wenig Zeit hätte und nicht dauerhaft supporten könne. Die Einweisung war in der Tat sehr kurz, aber erlaubte uns, positiv auf das Ganze zu blicken. Es schien rambii und mir sehr einfach – bis wir zu dem kleinen aber bedeutenden Punkt kamen, dass wir ja mit Teams und nicht mit Einzelpersonen spielen mussten, was bisher in der Plattform niemals vorgesehen war. Das drehte die komplette Programmlogik auf den Kopf. Nun, ich mache es kurz: stefanthebass wurde, ob er wollte oder nicht, zum wertvollsten Mitglied unseres Teams und hat bis zur allerletzten Sekunde programmiert wie ein Tier – und das wohl großartigste System gebaut, das man für diesen Zweck finden konnte.

Währenddessen hatten alle Teammitglieder interessante Rätsel entwickelt – am Ende waren es sechzehn Stück an der Zahl -, die nun nach und nach in die Plattform integriert wurden. Meine Aufgabe bestand derweil darin, als professioneller Tester, der ich von Berufs wegen bin, das tolles Werk von stefanthebass immer und immer wieder zu destabilieren und mit absurdesten Sonderfällen zu dekonstruieren – kurz, es kurz und klein hauen, wo ich nur rankam – was mir mehr als nur einmal gelang. Am Ende hatten wir über vierhundert (!) Bug-Reports, Verbessungsvorschläge und dergleichen auf unserem eigenen Entwickler-Board zu liegen – und als gelöst markiert! Nun sollte klar sein, warum hier eine Trennung zur restlichen Organisation sinnvoll war. Währenddessen hatte rambii im Hintergrund eine Plattform integriert, die an die Datenbank der Spieleplattform angeschlossen war, und eine detaillierte Auswertung ermöglichte. So konnten wir während der offiziellen Spiele ganz genau sehen, wer wann welche Antwort eingegeben oder korrigiert hatte und millisekundengenau eine Auswertung erstellen. Irgendwann war keine Aktion der Spieler mehr vor uns geheim. Und so konnten wir auch sehen, ob jemand versuchte, uns zu hacken oder das Spielprinzip bewusst zu umgehen. Es sollte niemandem gelingen – und darauf sind wir sehr stolz!

400 Tickets

Wenn es auch stressig war – insbesondere stefanthebass und meine Wenigkeit hatten während der Weihnachtszeit vermutlich keine einzige ruhige Minute -, wir waren im Zeitplan. Und das als sogar als Berliner!

Die Betatests gingen im Januar mit fünf Teams an den Start. Und diese zeigten uns die Grenzen der Belastbarkeit sehr schnell auf. Innerhalb der ersten Stunde hatten die Spieler das System zum Einsturz gebracht. Nach hektischem Hin-und-Her fand sich das Problem und es ging weiter. Dieser Tag wurde zur Zitterpartie für das gesamte Entwicklerteam, aber das System hielt danach einigermaßen sauber durch. Doch wir waren gewarnt: Fünf Teams sind nicht vierzig, wie bislang offiziell angemeldet, fünfundzwanzig Spieler nicht zweihundert. Wir hatten noch viel zu tun! Die Rätsel selbst liefen hingegen so, wie erwartet – mal mehr, mal weniger gut, es gab noch einige Sachen zu schärfen, aber im Großen und Ganzen hatten die Spieler ordentlich Spaß gehabt, so das Feedback.

Es war sehr gut, dass wir noch fünf oder sechs Wochen zwischen Betatest und offizieller Veranstaltung eingeplant hatten. In dieser Zeit konnten wir an vielen Stellen technische Engpässe ermitteln und eliminieren. Ganz am Ende stand ein Monitoring-System, auf das ein Atomkraftwerk neidisch gewesen wäre. Die ersten zwei von drei der sogenannten Bücher, in die die Rahmenhandlung eingebettet war – eines für den Vormittag der Quali, eines für den Nachmittag und das dritte für die Endrunde -, waren ebenfalls finalisiert. Die Quali konnte kommen.

Und sie kam auch. Und sie lief. Bis auf einen kleinen Ausfall, verursacht von Google Maps, lief die Sache rund und exakt so wie geplant. Das gesamte Team war in einem Raum versammelt und im Grunde hatten wir alle nicht viel zu tun – die Plattform nahm uns alles ab. Ich bibberte die ganze Zeit, jeden Graphen des Monitorings sekündlich begutachtend. Der Rest der Gruppe jedoch, mittlerweile sogar komplett in einheitlich designte Shirts gewandet, war tiefenentspannt, sogar stefanthebass.

Wir hatten es geschafft. Meilenstein eins war erledigt. Ich fiel ins Bett und wachte erst nach über zwanzig Stunden Schlaf wieder auf.

[Weiterlesen]